Wer über ein größeres Vermögen verfügt, der muss sich bei der Kommunikation mit seiner Hausbank nicht mit den üblichen Kanälen des Retailgeschäftes zufrieden geben, sondern kann Angebote im Bereich Private Banking in Anspruch nehmen. Der Kunde hat hier die Wahl zwischen einer Kooperation mit seiner Bank, bei der ihm von den Beratern Vorsachläge unterbreitet werden und er auf der Grundlage dieser seine eigenen Anlageentscheidungen trifft, und einer vollständigen Abgabe der Kapitalverwaltung in fremde Hände.
Die Vermögensverwaltung durch eine Bank bietet insbesondere denjenigen Kunden viele Vorteile, die aus Gründen des Zeitmangels die Führung ihres Portfolios nicht selbst in die Hand nehmen möchten. Professionelle Händler können den Markt und die zur Verfügung stehenden Produkte laufend beobachten und so einen Mehrwert für den Kunden erzielen. Allzu arglos sollte den Bankern das Kapital jedoch nicht anvertraut werden. Es gilt, im Vorfeld der Mandatserteilung Ziele abzustecken. Soll Einkommen oder ein Wachstum des Vermögens realisiert werden? Wie hoch sollte die Rendite ausfallen und welche Risiken dürfen dabei eingegangen werden? Diese Fragen müssen unbedingt geklärt werden, bevor die Bank mit den Geschäften beginnt. Auch der zeitliche Horizont sollte klar sein. Wer in wenigen Jahren in den Ruhestand zu gehen gedenkt, der sollte auf eine wirksame Strategie zur Wertsicherung beharren, auch wenn dadurch die Rendite geschmälert wird. Besonders junge Anleger hingegen lassen die Schwellenmärkte der Welt für sich arbeiten.
Der Bankberater sollte in jedem Fall nach seinen bisherigen Erfolgen im Investmentgeschäft gefragt werden. Er sollte nachweislich auch in schwierigen Zeiten gute Ergebnisse erzielt haben. Nur dann kann Private Banking ohne schlechtes Gewissen in Anspruch genommen werden.
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