Atem-Alkoholsperren im Auto

Die Aktzeptanz, ins eigene Auto eine Atem-Alkoholsperre einbauen zu lassen, steckt noch in Deutschland in den Kinderschuhen. Das Land Schweden ist hier schon weiter. Der Motor des Fahrzeuges springt bei dieser Alkoholsperre erst an, wenn der Fahrer einmal gepustet hat und der Atemalkoholgehalt des Fahrers den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Die modernen Autos sind vollgestopft mit Sensoren, doch die Hersteller bauen sensorische Zündsperren meist nur ein, die vor folgenschweren Alkoholfahrten schützen sollen. Die Autokunden schätzen die Sicherheit mit den so genannten Alcolocks noch nicht. Eine umfangreiche Aufklärung wäre hier wichtig.

Menschen, die wegen Trunkenheit wiederholt am Steuer der Polizeistreife aufgefallen sind oder dieser vorbeugen wollen, wäre dieser Kontrolltest vor der Fahrt eine wirkliche Hilfe. Wenn dann der Fahrer ein negatives Testergebnis liefert, kann er sich zwar ins Fahrzeug setzen, der Motor springt aber nicht an. Auch von politischer Seite wird jetzt der Einsatz der Alcolocks überprüft. Freiwillig einbauen lassen sollten Alkoholsünder diese Tests und dafür den Führerschein früher wiederbekommen.

Leider ist in Deutschland der rechtliche Rahmen für die standardmäßige Installation von Alcolocks in PKWs und LKWs noch nicht abgesteckt, sodass es noch einige Fragen zu diesem Themenblock mit der Bundesanstalt für Straßenwesen zu klären gilt. Die Wissenschaft hat jedoch gezeigt, dass man mit den Geräten gefährliche Alkoholfahrten unterbinden kann und eine verpflichtende Einführung auch in Deutschland sinnvoll wäre.

Eine gute Ergänzung zu bereits vorhandenen Maßnahmen wie dem Führscheinentzug oder der Fahreignungsprüfung wäre diese Sicherheitsinstallation auf jeden Fall. Auch im Kfz-Versicherungsschutz sollten sich dadurch Vorteile ergeben.

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